[Amtlicher Beitrag] Produktsicherheit bei der SGD Süd: Rücknahme und Verkaufsstopp von Glühbirnen und Atemschutzmasken
Im Januar hat die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD Süd) die Rücknahme von LED-Lampen der Marke OSRAM mit der Bezeichnung „AC45702 und AC45703“ vom Markt veranlasst sowie eine Untersagungsverfügung für Atemschutzmasken der Marke RANKSING für das Modell „6200“ erlassen.
Die LED-Lampen wurden in China von der Firma LEDVANCE GmbH hergestellt und vor allem online vertrieben. Bei einer Überprüfung zeigte sich, dass der Diffusor der Glühbirne zu leicht entfernt werden kann. In der Folge liegen stromführende Teile frei, was ein erhöhtes Risiko für einen elektrischen Schlag mit sich bringt.
Auch die Atemschutzmasken, die durch die Firma JinJiang Yonglida Garment Co., Ltd. in China hergestellt werden, weisen mehrere formelle Mängel auf. So fehlen neben der CE-Kennzeichnung unter anderem auch die Gebrauchsanleitung, Informationen sowie technischen Unterlagen entsprechend der Rechtsverordnung für Persönliche Schutzausrüstungen (EU) 2016/425.
Die SGD Süd hat deshalb entschieden, den Verkauf beider Produkte zu stoppen. „Unser Ziel ist es, die Sicherheit der Verbraucher kontinuierlich zu verbessern. Durch die konsequente Anwendung des Produktsicherheitsgesetzes verhindern wir, dass solche Produkte länger im Umlauf bleiben und minimieren das Risiko für Unfälle“, so der SGD Süd Präsident Prof. Dr. Hannes Kopf.
Details zu den Produktrückrufen finden Sie online auf der Seite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin unter: https://www.baua.de/SiteGlobals/Layout/DataViews/Datarecord_DBTool_Produktsicherheit?idDatarecord=1802850 (LED-Lampe) und https://www.baua.de/SiteGlobals/Layout/DataViews/Datarecord_DBTool_Produktsicherheit?idDatarecord=1802919 (Atemschutzmaske).
Hintergrund zur Produktsicherheit
Die Abteilung Gewerbeaufsicht der SGD Süd überwacht auf Basis des Produktsicherheitsgesetzes (ProdSG) das Inverkehrbringen von Produkten – von Spielzeug über Maschinen bis hin zu elektrischen Geräten. Sie arbeitet eng mit europäischen Marktüberwachungsbehörden zusammen und nutzt gemeinsame Informationssysteme, um gefährliche Produkte schnell aus dem Verkehr zu ziehen. Neben gezielten Stichprobenkontrollen berät die Behörde auch Verbraucher sowie Hersteller, Importeure und Händler und ordnet bei Bedarf Verkaufsverbote und Rückrufe an.







